Ich bin als Kind einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters dort aufgewachsen, wo der Wind Geschichten flüstert und das Meer sie verschluckt. Auf der schönen Nordseeinsel Amrum begann mein Leben – eine Insel, die zugleich Schutz und Grenze war. Doch mit zehn Jahren riss dieser Horizont auf, und ich wurde nach Bremen getragen, in eine Welt aus Straßen, Stimmen und Schatten, die sich zwischen den Häusern sammelten.
Schon in der Schule fand ich Zuflucht im Schreiben. Worte waren nie nur Worte für mich – sie waren Türen. Während andere sprachen, schrieb ich. Während andere erklärten, erzählte ich. Es war immer einfacher, mich auf Papier zu verlieren, als mich in der Welt zurechtzufinden.
Mit neunzehn zog ich nach Nürnberg. Eine Stadt, die ihre eigene Dunkelheit kennt, wenn man nur lange genug hinsieht. Jahre später, mit zweiunddreißig, verschlug es mich schließlich in die fränkische Rhön – ein Ort, an dem die Stille nicht leer ist, sondern wartet. Wartet darauf, dass jemand zuhört.
2024 begann ich, meine Autobiografie zu schreiben. Nicht aus Ehrgeiz, sondern aus Notwendigkeit. Schreiben wurde zu einer Form der Verarbeitung, vielleicht sogar zu einer Art Therapie. Doch etwas änderte sich dabei: Die Geschichten hörten nicht mehr auf. Sie kamen weiter, drängender, fremder, als hätten sie nur darauf gewartet, endlich gehört zu werden.
Meine Frau erkannte das, bevor ich es selbst tat. Ohne mein Wissen gab sie einige meiner Texte an Freunde und Bekannte weiter. Ein kleiner Verrat – oder vielleicht eine Rettung. Denn genau das brachte mich dazu, meine Geschichten zu veröffentlichen.
Heute schreibe ich meine Bücher selbst. Ohne Lektor. Das bedeutet, dass sich Fehler einschleichen können – kleine Risse im Gewebe der Worte. Aber ich arbeite daran, sie so selten wie möglich werden zu lassen. Alles, was entsteht, trägt meine Handschrift.
Auch meine Cover gestalte ich größtenteils selbst. Nur wenn echte Menschen darauf zu sehen sind, stammen die Bilder nicht vollständig von mir. Die Texte sind meine. Die Musik entsteht mit Hilfe von KI, geformt nach meinen Vorstellungen – ein Echo dessen, was ich nicht in Worte fassen kann. Auch meine Musik ist so vielseitig wie ich es bin. Von Metalcore, Metal, Nu-Metal, Fun-Punk, Oldschool Rap bis hin zu elektronischer Musik. Sprachlich gebunden bin ich dort auch nicht.
Gelernt habe ich ursprünglich etwas ganz anderes: Einzelhandelskaufmann, in einem großen schwedischen Modekonzern. Ein Leben zwischen Stoffen, Zahlen und Kunden. Doch irgendwo zwischen all dem hat sich etwas anderes gehalten. Etwas, das nicht verkauft werden kann.
Das Schreiben ist für mich kein Hobby. Es ist ein Ort. Und manchmal auch ein Abgrund und Zuflucht zugleich.
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Mein Text bei Amazon
"Ein Rohdiamant, den man sich nicht entgehen lassen sollte."
Geboren 1982 in Wittdün auf Amrum, aufgewachsen zwischen Nebel, Stille und der unbarmherzigen Weite des Nordens, fand Timothy Burnhill früh seine Zuflucht in der Dunkelheit. Schon in jungen Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für Horror – genährt von vergilbten VHS-Kassetten, verbotenen Slasherfilmen aus den 80ern und Geschichten, die anderen den Schlaf raubten.
Heute schreibt Burnhill Extreme Horror in seiner reinsten Form – kompromisslos, schmerzhaft, brutal ehrlich. In seinen Texten verschmelzen Gewalt, Angst, Sexualität und Wahnsinn zu einem düsteren Abgrund, aus dem es kein Entkommen gibt.
Seine Werke sind nicht für schwache Nerven – sondern für Leserinnen und Leser, die den Tabubruch suchen, den Schock, das Verstörende. Für alle, die wissen: Horror ist mehr als Grusel – Horror ist Wahrheit in ihrem rohesten Zustand.
Mit seiner Horror-Reihe SAMHAIN hat Burnhill sich als Stimme des deutschsprachigen Extreme Horrors etabliert. Er schreibt zurückgezogen, oft in Stille – manchmal mit düsterer Musik im Hintergrund. Immer aber mit dem Ziel, beim Leser genau das zu erzeugen, was andere vermeiden: Angst, Ekel – und dunkle Begeisterung.
„Ich schreibe, was andere sich nicht trauen würden.“